top of page

Assistenzarzt, Facharzt, Oberarzt – welche Karriereschritte stehen Ihnen offen?

  • Autorenbild: Norman Lepach
    Norman Lepach
  • 26. Aug. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Die ärztliche Laufbahn ist geprägt von klaren Strukturen – gleichzeitig eröffnet sie zahlreiche individuelle Wege. Ob Sie als Assistenzarzt in Weiterbildung starten, als Facharzt eine Spezialisierung wählen oder als Oberarzt und Chefarzt Führungsverantwortung übernehmen möchten: Jede Karrierestufe bringt Chancen, aber auch Herausforderungen mit sich. In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen Karriere in der Medizin – in Deutschland und in der Schweiz.


1. Assistenzarzt – der Start ins Berufsleben

Nach dem Medizinstudium und der Approbation beginnt für Ärztinnen und Ärzte die Zeit als Assistenzarzt in Weiterbildung. Hier sammeln Sie praktische Erfahrungen und legen die Grundlage für Ihre spätere Facharztausbildung.


  • Dauer: Je nach Fachrichtung meist 5–6 Jahre.

  • Aufgaben: Stationsarbeit, Diagnostik, erste Eingriffe, Patientengespräche, Dokumentation.

  • Chancen: Breite Erfahrung, Kennenlernen verschiedener Disziplinen, Aufbau erster Netzwerke.


Viele junge Ärzte entscheiden sich in dieser Phase, ob sie ihre Laufbahn eher in einer Universitätsklinik, einem regionalen Krankenhaus, einem MVZ oder einer Praxis sehen.


2. Facharzt – Spezialisierung und Verantwortung

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung folgt die Anerkennung als Facharzt. Dieser Schritt markiert den Übergang von der breiten Ausbildung zur Spezialisierung.


Beispiele für gefragte Facharztrichtungen:


  • Innere Medizin: Kardiologie, Gastroenterologie, Pneumologie, Onkologie

  • Chirurgie: Unfallchirurgie, Viszeralchirurgie, Orthopädie, Herzchirurgie

  • Gynäkologie und Geburtshilfe

  • Pädiatrie

  • Radiologie, Anästhesiologie, Neurologie, Psychiatrie, Urologie, Dermatologie, HNO, Augenheilkunde


Als Facharzt haben Sie die Möglichkeit, sich in Kliniken, Praxen oder Reha-Zentren niederzulassen oder eine eigene Praxis zu gründen. Gleichzeitig ist der Facharzt-Titel die Voraussetzung für den nächsten Karriereschritt: Oberarzt.


3. Oberarzt – die Schnittstelle zwischen Fach und Führung

Der Oberarzt nimmt eine Schlüsselrolle ein: Er ist nicht nur medizinisch hochspezialisiert, sondern trägt auch Verantwortung für Assistenz- und Fachärzte.


  • Aufgaben: Leitung von Stationen oder Abteilungen, Supervision, operative Eingriffe, Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses.

  • Kompetenzen: Führungsstärke, Organisation, Kommunikationsfähigkeit.

  • Perspektive: Vorbereitung auf die Chefarztrolle oder ärztliche Direktion.


Gerade in dieser Karrierestufe werden Soft Skills entscheidend: Konfliktmanagement, Teamführung und strategisches Denken.


4. Leitender Oberarzt und Chefarzt – medizinische Führung


Mit dem leitenden Oberarzt und dem Chefarzt erreicht die ärztliche Laufbahn ihre höchsten Hierarchiestufen. Hier geht es nicht mehr nur um medizinische Exzellenz, sondern auch um Management.


  • Chefarzt: Verantwortlich für eine gesamte Klinikabteilung, Budget, Personalführung, strategische Ausrichtung.


  • Leitender Oberarzt: Stellvertreter des Chefarztes, hohe operative und organisatorische Verantwortung.


  • Anforderungen: Jahrelange Erfahrung, Führungskompetenz, wissenschaftliches Engagement, Netzwerke.


Gerade für diese Spitzenpositionen gilt: Viele Stellen werden nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern über verdeckte Kanäle vergeben. Hier spielen Diskretion und Netzwerke eine entscheidende Rolle.


5. Ärztlicher Geschäftsführer oder Direktor – Medizin und Management vereint

Ein weiterer Karriereschritt kann die Rolle als ärztlicher Geschäftsführer oder Direktor sein. In dieser Position stehen betriebswirtschaftliche Verantwortung, strategische Entwicklung und die Schnittstelle zwischen Medizin und Unternehmensführung im Vordergrund.


  • Typische Aufgaben: Personalentwicklung, Budgetplanung, strategische Klinikleitung.

  • Chancen: Gestaltungsspielraum, Einfluss auf Strukturen im Gesundheitswesen.

  • Herausforderungen: Balance zwischen medizinischer Ethik und ökonomischen Anforderungen.


6. Karriere in Deutschland und der Schweiz – Unterschiede und Chancen

Während Deutschland viele Karrierechancen in Universitätskliniken, Maximalversorgern und Fachkliniken bietet, punktet die Schweiz oft mit:


  • Attraktiven Gehältern

  • Besseren Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance

  • International anerkanntem Gesundheitssystem


Für den Wechsel in die Schweiz ist die MEBEKO-Anerkennung Voraussetzung – wir unterstützen Sie gern bei den Formalitäten.


7. Tipps für Ihre Karriereplanung

  • Frühzeitig Netzwerke aufbauen – Kontakte zu Mentoren, Fachgesellschaften und Personalberatern sind Gold wert.

  • Individuelle Wünsche definieren – Region, Fachrichtung, Arbeitszeitmodelle und Karriereziele.

  • Persönliche Begleitung nutzen – über karriere-arzt.de haben Sie Zugang zu allen veröffentlichten Stellen sowie zu exklusiven Vakanzen, die nie ausgeschrieben werden.


Fazit

Die ärztliche Karriere ist klar strukturiert, aber bietet unzählige Möglichkeiten. Ob Sie sich als Assistenzarzt in Weiterbildung, Facharzt in Spezialisierung, Oberarzt mit Verantwortung oder Chefarzt in Führung sehen – entscheidend ist, dass Sie den Überblick behalten und die richtigen Schritte gehen.


Mit karriere-arzt.de erhalten Sie einen Partner, der den Markt kennt, Sie diskret begleitet und Ihnen den Zugang zu allen Chancen eröffnet – in Deutschland und in der Schweiz.

Kommentare


bottom of page